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    persönliche Gedichte, Texte, Aphorismen

    ..Gedichte/Texte/Aphorismen
    ..von CorneliusWMeienberg @ 23. 04. 07 - 03:59:28

    FRÜHLING
    -------------------------------------------------

    sonnenschein, golden und hell-licht,
    bringt tauzarte blumen zum blühen;
    ferne windesluft, erfirschend und blau -

    weht mit sanftmütiger brise durch
    die auen und alleen.

    vögelein pfeifen beschwingte liedlein,
    bienen und hummeln summen friedlich;

    bäume blühen in rosa,
    weisser, blauer, gelber pracht

    ein wackerer jüngling promeniert
    festen schrittes durch die grünen
    gärten des maiens -
    ihm springt das herz
    voll trunkener lebensfreude

    da
    erblickt er
    eine gar sanft-pfirsichzarte maid -

    spricht sie zaghaft an;
    mit unsicheren wörtlein,
    im herzen die liebe ihn getroffen-

    der maid ergehts genau gleich -

    so erlaubt sie ihm gerne,
    ein paar schrittlein
    mit ihm zu teilen.

    sie wandern
    munter des weges

    durch dieses wohlgemute paradies:

    blühende wiesen, schimmernd dunkelgrüne wälder,
    fein hellgelb duftende felder und gärten,

    atmen tief und entspannt
    die wohltuend warme,
    sonnendurchtränkte luft ein.

    durchqueren blossen fusses
    ein munter murmelndes bächlein -
    sie spüren das kühle wasser -
    umfliessend und erfrischend
    füsse und beine.

    da schenkt der tapfere jüngling
    dem hübschen mädchen
    einen atmenhauch wie
    'ich liebe dich, du holder engel'

    das mädchen, verwirrt und
    getroffen von der dreistigkeit
    des kavaliers
    antwortet nicht
    und schaut weg -
    wird rot

    die beiden schönen menschenkinder
    spüren in sich die lust
    der lebendigen liebe
    und körperwärme,

    ihre herzen werden heiss
    in sehnendem verlangen,

    die worte und gesten
    geben sich -

    und sie
    sich finden,
    ein zärtliches paar
    werden.

    so naht der abend -

    zufrieden und müde

    von wandern
    und minnelust

    die beiden
    entschwinden
    zusammen
    in ihr eigenes
    land der träume -

    kommen sie wohl
    zu uns je
    zurück?
    --------------------------------------------------- ---------------

    frühling Version II
    --------------------------------------------------- -----------------

    sonnenschien, golden und hell-licht
    feine windesluft, erfrischend und balu.

    menschen promenieren
    durch grünnende auen
    vöglein pfeifen beschwingte liedlein
    bienen und hummlen summen friedlich

    durch dieses wohlgemute paradies
    schreite ich munteren fusses

    atme tief und entspannt
    die wohltuend warme
    sonnendurchtränkte
    luft ein.

    die bäume blühen in
    rosa, weisser, blauer,
    gelber pracht.

    mir springt das herz
    voll trunkener lebensfreude.

    so wandere ich festen
    schrittes
    stund um stund

    durch berge, wiesen, auen, täler

    bis der abend naht
    und ich heim komme.

    müde und zufrieden
    mit einem entspannten
    lächeln

    entschwinde ich
    in das land
    der süssen träume.
    --------------------------------------------------- ------------------

    das chaos
    -----------

    das erleben
    in mir -

    oft sind
    die gedanken

    ein strudel,
    ein knäuel
    von pfeilen

    die wirr
    in die welt
    schiessen

    und kein
    festes ziel
    an-visieren.

    drum
    freunde ich
    mich mit
    meinen
    gedanken
    an

    und
    will sie
    mit liebe
    und
    sanftmut
    erziehen.

    eine
    schwere
    aufgabe,

    die
    viel geduld,

    tägliche
    konzentration

    und
    hingabe
    erfordert.

    ---------------------------------------

    der innere
    zensor
    -----------

    meine instanzen

    die mir
    böses
    sagen

    feinde
    von früher
    die
    destruktives

    in die welt
    sandten
    und
    immer noch
    senden

    so will
    ich den
    dummen
    mutwilligen
    zensor

    nicht mehr
    beachten

    und frei
    werden

    für meine
    guten
    inneren
    kräfte!

    ------------------------------------------

    die überforderung
    -----------------

    unsere kultur
    fordert uns
    zum
    äussersten
    heraus

    so komm
    ich in
    den strudel

    des kampfs
    mit mir
    und
    der welt:

    konflikte,
    aggressionen,
    spannungen.

    so merke
    ich, dass
    ich sehr
    schnell

    überlastet
    bin
    und
    muss

    mich
    abgrenzen
    und
    zurückziehen

    --------------------------

    frauen
    ------

    ich bin immer
    auf der suche
    nach einer.

    es klappt nie.
    die haben
    alle probleme

    und missbrauchen
    mich als
    blitzableiter.

    da verzichte
    ich lieber

    oder tu
    mir selber
    was gutes an..

    ..wenn ich
    zärtlichkeit
    brauche.

    --------------------------------------------------- ------------------

    unruhe
    ------

    ich frag mich
    immer:

    was soll
    das alles,

    wie komme
    ich zu
    aktivitäten
    und
    menschen,

    die mir
    wirklich gut tun?

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    es schneit.
    die landschaft
    ist ruhig.

    ich liebe
    diese sanfte
    stimmung.

    dann fühl
    ich mich
    wie auf
    einem
    andern planet

    --------------------------------------------------- ------------------

    schlaf
    ------

    ich freu mich
    auf dich

    du umhüllst mich
    wie ein weiches
    duvet.

    süsse träume
    umschmeicheln
    meine matte,
    wunde seele.

    erquickt
    wach ich
    am nächsten
    morgen auf.

    den genuss
    der träume
    noch
    im umnebelten
    geist.

    --------------------------------------------------- ---------------

    der alte mann
    und die frau
    aus bronze

    jetzt bin ich
    schon 74.
    seit dem tod
    meiner frau
    lebe ich ein
    einsames
    leben.

    jeden tag
    dasselbe:
    aufstehen
    morgen essen
    zeitung lesen
    einkauf
    mittag essen
    abwaschen
    putzen

    nachmittags gehe
    ich am see
    spazieren.

    die leute
    eilen
    an mir vorbei.
    gehetzt,
    achtlos,
    ohne interesse
    für mich.

    ich sehne mich
    nach einem
    menschen,
    der mir
    wärme, liebe
    oder
    wenigstens
    ein gutes wort
    schenkt.

    ich getraue mich
    nicht,
    jemanden
    anzuschauen,
    schon gar nicht,
    ihn/sie
    anzusprechen.

    da sehe
    ich die frau
    aus
    bronze.

    ich geh zur ihr hin
    umarme sie.
    klage ihr
    mein leid.

    aber sie ist kalt,
    bleibt stumm
    so wie
    die menschen
    in dieser
    stadt.

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    echte armut

    ich bin materiell arm
    aber in mir reich.

    so wandle ich
    mit sanfter zufrideneit

    und sprühender freude
    durch die täler des lebens.

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    freundschaft

    freundschaft
    kommt aus dem herzen.

    sie ist geben und nehmen.

    verbunden sein -
    unabhängig von
    zeit und raum.

    weder durch
    streit noch uneinigkeit

    verliert sie
    ihren glanz.

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    der rote faden

    wie ich durchs leben zieh,
    so weiss ich doch nie,

    welch ist wohl der rechte
    entscheid,
    entgehn kann ich nicht
    dem leid.

    drum will ich jeden
    augenblick erwägen,
    was wohl das beste
    wär zu wählen.

    nie bin ich sicher,
    ob der weg, den ich
    gehen will
    mich schützt
    vor dem unbill.

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    disziplin

    der innere sauhund,
    der immer das will,
    was mir schadet
    und mich nicht weiter bringt.

    so will ich aber
    jede handlung sorgfältig
    nach ihrem nutzen erwägen

    und meine gedanken
    zum positiven, konstruktiven
    erziehen.

    ein bier? - nein, ein mineral!

    eine schokolade? - nein, ein apfel?

    ausschlafen? nein, aufstehen, duschen
    und radfahren gehen!

    abends tv schauen? nein, lieber etwas
    lernen oder gedichte schreiben.

    rumhängen? nein, arbeiten gehen.

    so habe ich den tag gut genutzt,
    kann befriedigt und müde
    schlafen gehen.

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    alles für sich
    zu wollen
    ist
    ein vegetieren
    des niedersten egoismus'

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    freudlosigkeit

    kein inneres feuer.
    schlepp mich
    durchs leben.
    die lustbarkeiten
    der welt
    sind wie schaler kaffee.
    abends
    freu ich mich
    auf den schlaf.
    morgens
    wieder dieses
    miese gefühl.
    etwas fehlt mir.
    aber nichts
    äussers
    sondern
    etwas inneres:
    wo bist du hin,
    göttlicher
    lebensfunke?

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    27.7.06
    streit
    bringt herzen
    zum rasen
    suchen wir
    zusammen
    einen weg
    in die versöhnung/vertochterung
    und kommen
    wir uns so
    gerade
    durch den streit
    (wieder etwas
    näher??!!

    30.7.06
    ideale
    sei realistisch!
    schau für dich!
    kümmere dich
    nicht immer um andere!
    engagiere dich
    nicht so stark!
    sei nicht so extrem!
    das bekomm
    ich täglich
    zu hören,
    da meine
    idealistischen
    motive
    und lebenswege
    bei den andern
    kopfschütteln
    ernten.
    wieso denn nur?
    was ist
    daran falsch,
    wenn ich
    ein minimum
    an idealen
    brauche
    um meinem
    leben
    sinn
    zu geben!
    ich kann
    nicht einfach
    im strudel
    des
    allgemeinen,
    brutalen
    ellbögelns
    und
    des
    sinn-ent-leerenden
    konsumierens
    mit-treiben.
    nein danke!
    mein weg
    mag härter
    scheinen
    als
    dieser
    coole, eiskalte
    mainstream-wahn
    aber für
    mich
    ist gradlinigkeit
    ehrlichkeit
    und güte
    einfacher
    zu leben!
    mich ekelt
    diese scheiss-
    gesellschaft!

    ideale..
    habe ich!!
    zuviel etwa??
    sei egoistischer!
    grenze dich ab!
    kümmere dich
    nicht immer
    um andere!
    diese
    stereotypen
    allgemeinplätze
    muss ich
    anhören,
    wenn die leute
    ob meinen
    pietistischen flausen
    die köpfe schütteln...
    ich weiss,
    sie meinen es
    gut.
    aber ich liebe
    ein leben,
    das kämpft,
    sich wohl gar
    aufopfert
    für
    eine
    wenigstens
    ein bisschen
    bessere welt.
    und wenn
    ich nur die
    kleine welt
    eines
    leidenden
    geschöpfes
    ein bisschen
    aufheitern kann,
    dann
    sehe
    ich wieder
    sinn
    im leben.
    aber nur
    einfach
    so
    für sich
    alles wollen,
    ein
    vegetieren
    des niedersten
    egoismus',
    den man
    sich denken
    kann!?
    was bringt
    denn das
    am schluss?
    ist das glück?
    oder ist
    mein steiniger
    weg
    nicht eher
    der
    schlussendlich
    glücklichere,
    zumindest
    ein erfüllender?

    generationen
    junge
    werden alt,
    die generationen
    ziehen
    durch die äonen
    dahin,
    wechseln
    sich ab
    in dem
    zeit-fluss
    des stetigen
    werdens
    und vergehens.
    aber wieso
    bekriegen
    sich
    die generationen denn?
    das junge
    ist heute in:
    stark,
    schnell,dynamisch,
    flexibel, aktiv...
    wer alt
    und schwach
    ist,
    der zählt
    nichts mehr!!
    ich träume
    von
    einer
    welt
    wo die
    generationen
    wieder
    in frieden
    und konstrukitven
    geben und nehmen
    wieder
    zu einander
    finden!

    (schluss-metapher 1)
    ...ein paradies
    sehe
    ich
    vor meinem
    geistigen auge,
    worin
    jüngere
    und ältere
    schäflein
    auf
    der elysischen
    lustwiese
    das
    leckere gras
    des friedens
    und des
    vollkommenen glücks
    äsen.

    (schluss-metapher 2)
    ...und so
    geht wohl
    dieses
    mörderisch-zerfleischende
    hick-hack
    zwischen
    den
    ghettoisierten
    peers
    von jung, alt, krank,
    behindert, immigrant,
    straffälligem, outsider,
    etc...
    in alle
    zeiten weiter...
    ...gen
    dem offenen
    schlund
    der
    inferalischen
    apokalypse
    stetig
    und unaufhaltsam
    zu!!!

    28.7.06 7:28
    reiz-über-fluten
    aufnahme-fähig-keit
    ist sehr begrenzt.
    durch permanente,
    starke reize,
    lärm,
    bilder,
    gestank,
    einen zwang
    immer mehr
    infos reinzuziehen,
    durch konsum-rausch...
    ...komme ich
    an grenzen
    -> ich kann
    nicht mehr!
    muss abschalten,
    meditieren,
    atmen
    in der klausur
    meines schlafraums...
    gehe in die natur,
    um von deren
    harmonie
    und schönheit
    aufzutanken.
    etwas abgeben
    von dem
    vibrieren
    meiner sinne
    und dem rasen
    des intellekts...
    besinnlich, ruhig,
    sanftmütig-kreativ
    werden!!
    ...mit den händen
    etwas
    erschaffen
    das meine
    innenwelt
    mit-teilt.

    sa 15.7.06 10:35
    natur..
    ..ist
    absolute schönheit,
    friedliche kraft,
    erholsame stille..
    ..eine ganzheitliche
    regeneration
    für erschöpfte seelen
    von uns
    gelagten
    stadtmenschen.

    15.7.06 10:00
    depression
    der gefürchtete
    crash-down
    nach
    der
    überaktiven (sumanie..
    wird er kommen??
    oder
    könnte er
    wohl
    einmal
    ausbleiben?
    kann ich mich
    soweit
    stabilisieren,
    dass kein
    schock-hinunter
    kommt
    sondern
    eine
    sanfte
    wellen-bewegung
    von
    berglein
    und
    täl-lein?
    ich bin
    optimistisch
    und
    arbeite
    mit voller kraft
    für dieses
    ziel...!!!

    29.7.06
    zufriedenheit
    es ist eine
    wahre kunst,
    zu-frieden
    zu sein
    mit seinem
    status quo,
    der ja oft
    löchrig
    von mängeln
    und zersetzt
    mit leiden ist.
    ...und dennoch:
    neues wagen..
    eine produktive,
    un-neurotische
    unzufriedenheit
    in sich
    keimen lassen,
    die mich
    anspornt
    neue ufer
    anzusegeln
    und hohe
    berge
    zu ersteigen.
    ein bisschen
    darf
    auch ich
    kleiner wicht
    die welt
    erobern!

    23.7.06
    schreiben..
    ..ich schreibe,
    es schreibt
    aus mir heraus,
    ohne absicht,
    es fliesst,
    form oder inhalt
    ergeben
    sich von alleine.
    inhalt entsteht,
    ohne ihn zu beachten..
    oh, wie herrlich/dämlich
    entspannend
    ist dieses automatische
    schreibeln!..!

    23.7.06
    an den leser
    mein schreiben
    kann nicht
    einfach nur
    den leser
    unterhalten
    oder
    seine meinung
    reflektieren,
    damit er mich
    kauft!!...!!
    nein,
    mein schreiben..
    ist simpel
    nur reiner
    ausdruck
    meiner
    innenwelt.

    23.7.06
    kritik..
    muss aufbauend sein.
    nicht als
    selbstzweck,
    um das ego
    des schlagfertigen
    kritikers
    aufzublähen,
    der genüsslich
    alles zerreisst,
    was er
    in seinem
    diletantischen
    grössenwahn
    zusammenschwafelt..
    nein,
    echte kritik
    weiss
    kunst
    zu würdigen
    als
    genuinität
    eines
    sich der welt
    kreativ,
    schwer arbeitenden,
    aufopfernden
    individuums.

    10.7.06 9:00
    virtuelles chaos
    compi & (h)inter-net(z)
    verfolgen mich
    schritt auf tritt.
    überall flackernde screens,
    penetrant piepende handies,
    manager, die überall und immer
    auf ihren pdas rumhäckelen,
    an allen ecke und enden
    konsolen, cpus, labtops,
    kameras, lautsprecher,
    detektoren..
    ein wahrer
    orwellscher alptraum!!
    jedes noch doofe
    apparätli muss seinen
    mikro-controller,
    seine usb & wlan-
    schnittstelle haben.
    waschmaschinen,
    föhns, mixer
    werden von fiesen
    software-dämonen
    übers allgegenwärtige
    NET ferngesteuert..
    sensoren, aktoren,
    prozesser, tasten,
    nervös blinkende
    leds, tutende, unheimlich
    nervge alarm-geber..
    ..der wahnisnn
    der vernetzung
    schreitet in
    einem rasenden
    höllen-tempo
    immer weiter
    und weiter
    und weiter...!!...
    und wenn einmal
    nur winziges
    teilchen dieses
    schizophrenen
    elektronen-schungels
    seinen software-geist
    aufgibt?
    dann steht das
    ganze brumborium
    still..
    ..und gott möge
    uns dann helfen,
    denn
    ohne
    silikon,
    ohne billy boy
    verrecken
    wir elendiglich.

    29.7.06
    es ist, wie es ist..
    ..und so ist es auch gut!
    mag kommen,
    was auch will;
    ich bin getrost
    und zuversichtlich.

    10.7.06
    ruhe
    die stille
    in mich
    fliessen lassen.
    abschalten,
    den lärm dem ung
    des alltags
    ausblenden,
    der bauch
    regiert
    meine seele;
    befiehlt
    mich in die
    gefilde
    absoluter ruhe.
    frieden kehrt ein.
    und
    regeneriert
    trete ich an;
    für eine
    weitere
    schlacht
    im leben!

    di 1.8.06
    angst
    vor dem ungewissen,
    vor einer katastrophe,
    dieses beklemmende
    gefühl,
    ein nagen
    im bauch.
    der ur-angst
    steht das
    ur-vertrauen
    gegenüber.
    vertrauen haben
    im risiko,
    gewissheit
    in der ungewissheit.
    mehr kann
    ich dem
    risiko leben
    nicht
    entgegen-stemmen!!!

    8.7.06
    positiv
    denke positiv -
    einfacher gesagt
    als auch getan!!
    die eingekrusteten
    denkstrukturen
    muss ich zuerst
    einweichen
    mittels der
    schönheit von
    guten erfahrungen
    und lieben menschen!
    aber wie
    komme ich zu
    diesen 'goodies'?
    wohl zuerst
    durch eine
    initiierung meines
    persönlichen
    glücks-sterns!
    beginnt dieser
    stern
    erst einmal
    zu brennen
    kann ich
    langsam
    meine depression
    vergessen
    und letzendlich
    auch
    verarbeiten -
    heilung
    geschieht!

    zeit
    ..verrinnt, ist lebenszeit, kostbarstes gut.
    zeit nutzen, aber nicht aus-nutzen.
    auch der muse zeit-raum lassen
    innehalten, die atmung erspüren
    den bauch mitte werden lassen
    durchatmen - augen schliessen.

    rationalität - planen, bedenken, nachdenken
    aber die intuition - die vermittlerin
    zwischen bauch und kopf spielt
    -> zu wort kommen lassen!!
    die welt erspüren, ihre tiefe schönheit
    und ihre abgründe erspähen
    so vergeht die zeit - mit phasen
    des glücks, zeiten der zufriedenheit
    und momenten des unglücks...
    -- die polarität der welt ganzheitlich
    intgegrieren, am eigenen leib erfahren --
    das ist leben ->> entwicklung, ein
    fortschreiten in erfahrungen, die nicht
    oft angenehm, aber desto hilfreicher
    sind und auch so schlussendlich wirken.
    wollen wir menschen uns zusammen-schliessen
    zu einem bund von zeit-spielern,
    die das göttliche spiel leben zu
    ihren und des anderen zeit-nutzens
    erarbeiten wollen?? -- das wäre schön,
    eine solidarität von zeit-moglern!!!!

    konflikte..
    ..kommen und ver-gehen. das adrenalin
    schiesst ein und auf; ich flipp' aus, entgleite
    aus der zwangsjacke der anständigkeit.
    worte fallen, die ich wohl im nach-hin-ein
    bereue.
    aber: die masken sind gefallen, die
    menschen zeigen endlich mal ihre
    wahre (und meist sehr erschreckende)
    seite.
    der konflikt ist wie ein gewitter-regen:
    donnernd, fulminant, aber eben darauf
    auch reinigend, kärend, erfrischend.
    dann:
    -- ich weiss, wo ich stehe, habe
    von mir und den anderen eine
    sehr wertvolle
    lebens-lektion er-lernt.

    9.7.06
    besser
    vorsichtig sein!!
    sich informieren,
    nachdenken,
    in sich gehen,
    erfühlen, was
    die innere stimme,
    was der bauch,
    das herz und
    der kopf
    sagen!
    sagen sie
    alle drei das gleiche?
    oder gibt es da
    widersprüche?
    falls sie sich
    widersprechen,
    muss ich sehr
    vorsichtig sein
    und alles in
    grosser ruhe
    bedenken
    und wachsen
    lassen!!

    ->>
    abwägen
    ermessen
    bedenken
    prüfen...
    ...und erst dann
    ent-scheiden!!!

    4.8.06 zum thema wein lc

    dieser dichter
    endet sicher
    mit viel gekicher
    und
    solch n schmarren
    hält euch
    gar zum
    narren
    so müsst
    ihr ausharren
    den dingen
    die da kommen:

    oh ich armes schwein
    hab' kein'
    wein
    wie gemein!
    hab ein
    bein
    sehr fein
    so klein
    und rein,
    ist mein!
    muss hinein
    in die pein
    darein
    bin derweil
    allein
    ganz dein
    so muss
    es sein!

    variationen:

    a)
    wein, weine, weinen
    wenn ich kein'
    wein
    habe
    und mir ums
    weinen ist -
    dann fühl ich mich wie ein schwein
    dann komm ich mit mir ins reine
    oh, wie ist das leben doch ge-mein
    und ich bin soo klein
    und durch und durch ganz rein
    dazu noch besonders fein!

    wein, weine, weinen
    hab ich keinen wein
    und ists mir ums weinen -
    dann fühl ich mich wie
    ein sch-wein!
    och, ist das doch gemein
    komme ich mit mir ins reine
    bin ich doch so klein!
    und durch und durch ganz rein!
    dazu noch besonders fein!
    leider aber mutter-seelen-allein
    ein toller super-glein
    und sonst mit viel pein
    darein

    c)
    ein armes schwein
    so ohne wein!
    wie gemein!
    hat ein bein
    ganz fein
    so klein
    und rein
    muss hinein
    in die pein
    darein
    mit hinein
    aber ganz dein!

    --------------------------------------------------- -----------------

    es naht das frühjahr,
    ist gar wunderbar

    die vögel auf und ab
    sie schwingen
    voll freuden
    sie die neuen
    lieder singen
    so muss mir
    es gelingen

    zu finden
    ne holde maid
    ist was die lieb
    in uns befreit

    so schreit ich
    wohlgemut
    zu der innern
    liebesglut

    um zu finden
    hier mein
    glück
    und da naht
    ein süsser
    traum
    ja das bringt
    das weh
    zurück

    sie hat ein
    liebes lächeln
    dass ein jeder
    lernt zu
    schwächeln

    vor der minne
    holdes anlitz
    stehen
    wag ichs kaum,
    sie
    anzusehen

    hab keinen mut
    um ihrer liebe
    zu flehen
    denn mein eifer
    in mir ruht
    und ich
    muss gehn

    wie war ich feige!
    doch ist es frühling
    immernoch;
    wie ich leide
    nun, so hoff ich doch

    dass ich mein glück noch
    finde
    mit hochzeit, blumen und
    nem kinde

    geb nicht auf, schreit
    voran
    bis ich sterb
    und nicht
    mehr kann

    doch bis dahin
    sag ich dir
    streb ich
    im innern nur
    nach ihr
    es ist dies
    ein herbes
    plaisir!

    so endet
    mitnichten
    solch muntres
    dichten.

    --------------------------------------------------- --------------

    kampf
    ich will es
    schön haben
    im leben!!
    bitte keine
    schwierigkeiten!!!
    aber es
    kommt
    fastimmer
    anders:
    zähflüssig
    arbeite ich
    gegen
    den schlamm
    von
    ignoranz,
    egoismus,
    gewalt,
    sadismus.
    werde dabei
    oft selber
    zum täter.
    dann suche
    ich wieder
    die ruhe
    im wald
    oder
    im bett!

    --------------------------------------------------- ------------------

    kraft

    ich spür diese gewaltige
    lebenskraft in meinem bauch;

    sie will sich verwirklichen,
    schönes, gutes, liebliches
    den menschen und der welt
    schenken.

    diese feinen schwingungen
    im herzen,
    die ein leuchten des geistes
    initiieren
    und uns menschen
    zu grössten werken
    befähigen.

    so wunderbar subtil
    sind diese kräfte
    der seele, dass
    sie nur resonanzen
    im positiven auslösen.

    federleicht, mit einem
    lächeln im herzen,
    überwindet diese kraft
    die mühseligen steine
    des lebens.

    wie sanft geborgen
    ich in der ungeheuer
    weit reichenden
    lebenskraft aufgehe,
    so kann ich intuitiv
    die schritte ins
    neue, reiche leben
    wagen.

    --------------------------------------------------- -----------

    kreativ sein

    ich kann nichts erzwingen;
    zeiten der ruhe,

    wo ich eher aufnehme
    und nicht abgeben kann
    oder will.

    der innere zensor
    lässt mich schweigen!

    dann kommt ein schub,
    und die buchstaben
    purzeln
    wie eine flutwelle
    aus meinem herzen.

    die gedanken
    springen
    wie wilde hasen
    von einer idee
    zur nächsten.

    ich will mich
    beruhigen,
    innehalten;

    vor dem
    schnellen
    gang des lebens
    wieder

    zur sanften, ruhigen
    besinnlichkeit
    gelangen.

    diese feinen anzeichen,
    die mir sagen,
    wie ich meinen
    lebensmodus
    einstellen soll,
    um stabil
    zu bleiben,

    diese signal
    muss ich
    respektieren.

    --------------------------------------------------- --------------

    es ist gut so
    wie ich lebe;
    so muss es sein:
    jeder schritt,
    enteder vorwärts
    oder zurück.
    so im fluss
    des lebens,
    schreit ich
    durch
    lust und leiden;
    freud und leid;
    liebe und angst.

    --------------------------------------------------- -----------------

    leere
    ich spüre mich
    kaum
    oder nur
    als automat.
    die welt
    ist wie
    ein öder
    film,
    der vor mir
    abgespult wird.

    was tun?
    ich suche
    eine
    herausforderung:
    ein cooles
    projekt,
    viel sport
    und ne
    partnerin
    suchen,
    das wärs!

    hab ich
    genug
    wille
    und durchhaltevermögen
    für
    diese drei dinge?

    --------------------------------------------------- ----------

    lernen
    --------------------------------------------------- ----------------

    ich lerne,
    so kann ich wissen erwerben,

    meine intelligenz aufbauen,
    brach liegende talente zu tage fördern.

    wenn ich lernfähig bin und bleibe, kann ich..

    ..auf mein gesundheit achten, und so mehr
    kraft und lebensenergie haben, weniger
    leiden müssen.

    .. als ingenieur die probleme der zivilisation
    mithelfen zu lösen und das leben der
    menschen erleichtern.

    ..als künstler werke kreieren, die freude machen.

    ..als freund und lebennspartner echte soziale
    kontakte und begegnungen leben.

    ..als lehrer und erzieher jüngeren etwas gutes
    und hilfreiches auf den weg geben.

    --------------------------------------------------- ------------------

    worte zur liebe

    die liebe ist das grösste, das schönste,
    das beglückendste, das erfüllendste erleben in der welt.

    die liebe zu gott ist wie ein anker im leben;
    sie trägt dich durch alles leiden,
    gibt deiner erfahrung sinn,
    hält dich in tiefer geborgenheit
    zu den urkräften des lebens.

    die liebe zwischen mann und frau:
    ein quell von lebensfreude: amor, agape, eros;
    alle facetten der menschlichen beziehung
    wollen zwischen liebenden lebenspartnern
    ausgekostet, ausgefühlt, ausgelebt, ausgeliebt werden.

    wenn man und frau in der wonne
    ihrer sanftmütigen liebe erblühen;
    das sanfte spiel von händen,
    gesten, küssen, süssen worten
    uns das paradies erahnen lässt,
    können wir bisweilen
    den herben leidenskampf
    unseres lebens etwas verdrängen.

    die gebende, selbstlose liebe
    zum mit-menschen, zum tier,
    zur schöpfung, auch zur toten materie;
    die achtung voreinander;
    der respekt vor dem
    leiden des gegenübers,
    dies führt zum wahren
    menschtum:
    ich gebe alles, was ich habe,
    materielles und ideeles,
    um die not eines mitmenschen zu lindern,
    ihm ein bisschen wärme, lebensfreude,
    gar glück zu schenken.

    die kreative liebe des künstlers zu seinem werk;
    des handwerkers zu seiner arbeit;
    des ingenieurs zu seinem projekt -
    die tätige, fleissige hingabe aller schwer arbeitenden menschen -
    sie gibt unserem leben inhalt,
    erfüllt uns mit echtem stolz und genutuung ob dem erfolgreich erbrachten -
    sichert existenz und lebensqualität;
    bringt die menschen weiter in mentaler wie auch materieller entwicklung.

    --------------------------------------------------- ------------

    die liebe Version II

    ist das schönste, erfüllendeste geschenk gottes
    an uns lebewesen.

    sie lässt uns für eine kurze weile das leiden und
    den kampf des lebens vergessen.

    die liebe ist so reich und vielfältig wie
    alle äusserungen des lebens:

    die liebe zwischen frau und mann, diese
    starke anziehung, die uns das leben lang
    fesselt und fasziniert.

    die subtile zärtlichkeit zwischen den liebenden,
    die uns eine ahnung vom paradies kosten lässt.

    die aufopfernde, fürsorgende liebe der mutter
    zu ihren kindern.

    die schöpferische liebe des künstlers, der
    uns mit seinen werken beschenkt,
    die uns freude und lebenssinn schenken.

    die tätige, fleissige liebe des ingenieurs
    zu seinen projekten, die uns das leben
    erleichtern und den gang der zivilisation
    vorwärts schreiten lassen.

    die liebe aller hart arbeitenden menschen
    und tiere zu ihrer arbeit, die uns brot und
    obdach gibt.

    die liebe des mystikers und sehers, die
    zu wahrem sein führt.

    all dies sind erscheinungen des lebens,
    die als quelle und ziel die liebe beinhalten.

    --------------------------------------------------- --

    ich gehe meinen weg.

    unbeirrt von anfechtungen
    sogenannter autoritäten.

    jeden augenblick
    entscheide ich
    mich für das beste,
    soweit ich
    das beurteilen kann.

    kommen zweifel
    so höre ich
    auf die gefühle
    und den körper.

    bis auch der
    verstand
    in harmonie
    kommt.

    --------------------------------------------------- ------------

    mühlen

    durch die mühlen
    des leidens;
    bis ich gemahlen
    und gebacken
    als frisches brot
    für neues leben
    auferstehe

    --------------------------------------------------- -

    mut

    echter mut
    nicht tollkühnheit
    - eine gabe, die selten gestreut ist
    unter den menschen -
    verhilft zu einem reichen, wahren leben.

    kann ich nur schon
    all die minderen dummen
    widerwärtigkeiten des
    alltags anpacken,
    anstatt ihnen einfach auszuweichen,
    wird das leben an farbe gewinnen
    und ein spannendes, lohnendes
    experiment werden.

    werd ich mir gar bewusst,
    wo noch felder meiner
    unbewussten lenbensaufgaben
    liegen und
    wage ich mich
    an einen solchen mentalen
    brocken,
    werd ich allmählich
    hohe reife, echte weisheit
    und tiefes spirituelles glück
    erlangen.

    --------------------------------------------------- -

    der narr & die stadt

    t-shirt, jeans, turnschuhe, dächlikappe. er sieht normal aus, ist aber ein spinner.

    zumindest denken das die leute: wieso hat der kerl fast konstant dieses
    schelmische grinsen im gesicht? dazu noch die frechheit, alberne
    kinderliedlein zu pfeifen oder zu singen, darauf plötzlich loszuprusten
    oder wildfremde leute anzuquatschen.

    er steigt ins tram, hockt ab. beobachtet die menschen im tram. starr sitzen sie
    da, die gesichter sind kalte masken. sie gucken in diese mist-käse-blätter,
    drucksen auf ihren kleinen kästlein nervös herum oder glotzen mit stierem blick
    aus dem fenster oder ins leere.

    da erblickt er ein symphatisch-hübsche dame jüngeren produktionsdatums.
    krampfhaft hirnt er, wie er sie in ein kleines gespräch verwickeln könnte.

    es fällt ihm nix ein. so probiert er es mit seinem nettesten lächeln, sie schaut kurz
    auf, dann aber schnell und offensichtlich sauertöpfisch tüpiert weg.

    die nächste tram-halte-stelle kommt, die holde schönheit ergreift ihr cooles design-
    täschlein.

    mit einem letzten effort bringt er fast gestottertes: 'exgüsi, wieviel zit isch?'
    zustande.

    sie schaut kurz verächtlich-strafenden blickes auf ihn herab und meint beim weggucken
    mit einem schnippisch-schadenfrohem grunzlaut: 'si hän ja än uhr!'

    blamiert-belämmert steht er da, wie ein begossener pudel, weiss drauf keine gegenantwort.

    die honorige high-end-lady entschwindet rasch seinen sehnenden augen; bewundernd glotzt er
    ihrem platin-blonden haarschopf und dem adretten jeanskleid nach, das sie für alle männer
    so giga-geil-sexy und unerreichbar macht.

    er denkt halt, fast so zum trost, an den alten spruch: zürcher fraun sind höchstens da zum anschaun.

    --------------------------------------------------- --------------

    schmerz
    wieso die natur
    das leiden
    erschaffen hat?
    das ist eins
    der vielen dinge,
    die wir nicht wissen.
    wenn ich das risiko
    des schmerzes
    akzeptiere,
    wird das leben
    einfacher.
    wenn ich im
    schmerz bin
    und weiss
    dass er
    vorbei geht,
    habe ich etwas
    hoffnung.
    und der tod
    ist keine bedrohung
    sondern
    ein versprechen.

    --------------------------------------------------- -----------

    sehnsucht
    etwas fehlt mir
    um mich ganz
    zu fühlen.
    etwas
    unbestimmtes,
    das ich
    suchen muss.
    manchmal
    stellt es
    sich ein,
    ohne zwang.
    dieses
    unergründliche
    glück
    von innen.

    --------------------------------------------------- ---

    sehnsucht

    in mir nach leben.
    erschaffen wir
    zusammen
    eine neue welt
    die schönheit
    und paradies
    in vollkommenheit
    ist.

    frieden

    ich suche
    die stille in mir
    weg vom
    lärmigen treiben
    der welt
    hin zu
    sanftmut,
    güte,
    reinheit,
    licht.

    --------------------------------------------------- -----

    das unsinninge im leben 17.4.07
    ob das leben einen sinn hat?
    wir können gewissen dingen
    einen sinngeben;

    improvisation 17.4.07
    lola in simmen und recht ist
    es mit denjenigen, die es tun
    wollen und mitnichten.

    --------------------------------------------------- --------

    ziele im leben

    jahrelang liess ich mich
    treiben duch die höhen
    und tiefen des lebens

    wie ein stück kork
    im wasserstrom.

    jetzt will etwas
    zielgerichteter
    werden:

    visionen von
    fernen zielen
    visualisieren

    und die kleinen
    schritte im alltag
    in die planerische
    hand nehmen.

    --------------------------------------------------- --------

    wut
    er will mich zerstören.
    ich kann mich nicht
    wehren.
    ohnmächtige wut
    geht vom kopf
    in meinen bauch.
    meine nerven
    flattern.
    dieser ekelhafte
    erregungszustand
    dauert fort.
    endlich kann
    ich schlafen.
    am nächsten
    morgen
    bin ich
    etwas ruhiger.

    --------------------------------------------------- -----

  • PSYCHOSE -- Erklärungen

    Liebe FreundInnen

    dieser blog soll uns dazu dienen, über das phänomen PSYCHOSE zu diskutieren.

    jede(r) ist herzlich eingeladen, fragen zu stellen, beiträge einzustellen, kritik oder anregungen anzubringen...

    --defintion von PSYCHOSE:
    eine psychose ist ein erleben der psyche, die nicht mehr in der realität ist, sondern in einer welt des wahns, traums, der verschiebung von begriffen, des irrationalen empfindens und denkens.
    -typische phänomene sind:
    HALLUZINATIONEN: hören, sehen, riechen oder schmecken von dingen, die nicht oder nicht so existieren.
    WAHN: Gedanken oder Gefühle, die nicht dem objektiven erleben anderer, gesunder menschen entsprechen.

    der autor: walle62 redet als betroffener über PSYCHOSEN
    walle62, blog autor

    EINTRAG von montag, 19. dezember 2005, 07:16 wn
    -----------------------------------------------

    --psychose kann angsehen wie ein traum, den ich im wachzustand erlebe. das kann soweit gehen, dass ich nicht mehr weiss, ob ich träume oder wach bin.

    --ein häufiges phänomen sind die sog. STIMMEN oder auch FREMDSTIMMEN: ich hörte zb. im kopf oder an den wänden, im fernsehen oder durch andere menschen ´hindurch´ die stimmen von personen, dämonen, des satans oder zb. auch von jesus, gott,, engeln,..

    --für mich waren stimmen immer oder fast immer ein sehr belastendes, stressendes erleben. ich hielt diese stimmen für echt, dazu lebte ich in einer irrationalen welt des wahns, der psychiater redet dann oft von sog. WAHNSYSTEMEN: der kranke baut sich ein zum teil sehr komplexes system von neuen regeln, ideen, gedanken, empfindungen auf, die er für absolut echt und real hält.

    --so hörte ich zb. die stimme des teufels. es handelt sich hier also um einen wahn mit starken religiösen komponenten.

    --das ist häufig, nicht nur ich, viele andere halten oder hielten sich zb. für jesus, gott, den teufel oder ein instrument des teufels, etc. so meinte ich am 11.9.2001, ich sei effektiv verantwortlich für den ground zero in new york. niemand konnte mir das ausreden, ich wusste, dass ich als sklave des satans solche macht (oder auch ohmmacht hatte).

    --wenn mich andere menschen mit logik von diesem wahn befreien wollte, konnte ich ihnen nicht glauben, für mich war dieses erleben so real und echt, ich konnte nicht anders.

    --es gibt sehr wenige menschen, für die ihre psychose auch positive seiten hat. allerdings hat das erleben dieses wahns, der ja mit einem sehr hohen leidensdruck verbunden ist, oft faszinierende seiten.

    --vielleicht ist ein grund, das viele patienten immer wieder eine erneute psychose erleiden (man redet von sog. REZIDIVEN, dh. erneuten schüben, einbrüchen von krankheitsphasen in zeiten relativer gesundheit), das sie von diesen erlebnissen wie magisch angzogen werden, sie brauchen, um den oft langweiligen alltag zu verändern.

    --wie empfindet ihr diese aussagen? kennt ihr persönliche ähnliche erlebnisse? oder ist für euch psychose etwas ganz anderes?

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